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Bäckerladen aus Kindertagen

Was  Manfred Werner eines Tages im Elsass widerfuhr, prägt ihn bis heute: In dem kleinen Bäckerladen, den er Anfang der 90er dort besuchte, war über Jahrzehnte offensichtlich nichts mehr erneuert worden: Keine Modernisierung, keine neue Farbe, erst recht keine neue Theke. Alter Schachbrettboden aus einfachem Steingut, Holztheke mit wurmstichigem Holz, von Patina gezeichnete Messingläufe, hölzerne Brotregale. Und eine Atmosphäre, die Kindheitserinnerungen wachrief. Geschichten von Oma und Opa, ein wohliges Gefühl im Bauch nach Vertrautheiten und Geborgenheit. Eine nette ältere Dame besorgte den Verkauf, alles geschah einen Takt ruhiger und auch die Brötchen waren ausgezeichnet.

Für Manfred Werner ist an diesem Tag eines klar geworden: So muss ein Bäckerladen aussehen. Hier fühlen sich Menschen wohl, hier stimmt die Atmosphäre – und hier ist Tradition zu spüren. Zusammen mit seiner Familie und Freunden plante er seinen ersten „Bäckerladen aus Kindertagen“. Die Kalkulationen für diesen außergewöhnlichen Bäckerladen schossen in die Höhe, Ladenbauer blickten skeptisch auf die Pläne und schüttelten die Köpfe über eine mögliche Realisation.

Und nach genau drei Jahren eröffnete 1998 in der Mainzer Schöfferstraße der erste „Bäckerladen aus Kindertagen“. Eingebettet im Herzen der Mainzer Altstadt lädt der Laden noch heute freundlich zum Hereinspazieren ein: Holz, wohin man blickt. Steingutboden und alte Bäckerutensilien in jeder Ecke. Freundliche Verkäuferinnen lächeln die Besucher an, auch wenn der Bäckerladen selbst nach über zehn Jahren regelmäßig vor lauter Andrang aus allen Nähten platzt. Für uns ist dieser „Bäckerladen aus Kindertagen“ ein Kleinod – für unsere Kunden eine kurze Pause vom so oft turbulenten Alltag.